TourismusAusbildung ohne Abitur?

Ja, eine Touris­mus­aus­bil­dung ist auch ohne Abitur möglich.

Viele Menschen inter­es­sieren sich für eine Tätig­keit im Tourismus, sind aber unsicher, ob dafür unbedingt das Abitur notwendig ist. Tatsäch­lich ist der Einstieg in die Touristik heute deutlich einfa­cher als viele denken.

Gerade in der Reise­branche zählen nicht nur Schul­ab­schlüsse, sondern vor allem Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, Organi­sa­ti­ons­ta­lent und Freude am Umgang mit Menschen.

Fernstudium ohne Abitur?

Nicola Falk-Lübeck erklärt in diesem Ratgeber-Video, warum ein fehlender Schul­ab­schluss bei einer nicht-akademischen Weiter­bil­dung in der Regel kein Hindernis ist.

Sie erfahren außerdem, welche Voraus­set­zungen wichtig sind und wie Sie auch ohne Abitur erfolg­reich ins Fernstu­dium starten können.

Fernstudium ohne Abitur

Begrüßung

Moderator:
Hallo und herzlich willkommen im Ratge­ber­studio!

Heute geht es um eine Frage, die viele Inter­es­senten beschäf­tigt: Ist ein Fernstu­dium auch ohne Abitur möglich – und ist es überhaupt sinnvoll?

Dazu begrüße ich Nicola Falk-Lübeck, Geschäfts­füh­rerin des Fernin­sti­tuts Falk in München.

Herzlich willkommen, Frau Falk-Lübeck!

Nicola Falk-Lübeck:
Herzli­chen Dank für die Einla­dung, Herr Schneider.


Kann man auch ohne Abitur ein Fernstudium beginnen?

Moderator:
Sie bieten Fernstu­di­en­gänge in den Berei­chen Tourismus und Gesund­heit an. Macht es Sinn und ist es überhaupt möglich, ohne Abitur ein Fernstu­dium zu beginnen?

Nicola Falk-Lübeck:
Zunächst sollte man zwischen zwei Arten von Fernstu­di­en­gängen unter­scheiden.

Es gibt akade­mi­sche Fernstu­di­en­gänge, die mit einem Hochschul­ab­schluss enden, und nicht-akademische Fernstu­di­en­gänge, die auf eine beruf­liche Weiter­bil­dung vorbe­reiten.

Unsere Fernstu­di­en­gänge gehören zu den nicht-akademischen Fernstu­di­en­gängen. Sie schließen daher nicht mit einem akade­mi­schen Titel ab und setzen kein Abitur voraus.

Nach unserer aktuellen Statistik verfügen rund 80 Prozent unserer Teilnehmer über kein Abitur.

Von Vorteil sind eine abgeschlos­sene Berufs­aus­bil­dung oder Berufs­er­fah­rung. Aus welcher Branche Sie kommen, spielt dabei keine entschei­dende Rolle, denn das notwen­dige Fachwissen vermit­teln wir Schritt für Schritt im Fernstu­dium.


Schaffe ich die Prüfungen auch ohne Abitur?

Moderator:
Viele fragen sich, ob sie die Prüfungen ohne Abitur überhaupt bestehen können.

Nicola Falk-Lübeck:
Ja, auf jeden Fall.

Unsere Lernun­ter­lagen sind bewusst leicht verständ­lich geschrieben und enthalten viele Erklä­rungen. Spezi­elle Vorkennt­nisse setzen wir nicht voraus – wir beginnen mit den Grund­lagen.

Auch die Prüfungen sind so aufge­baut, dass sie mit einer guten Vorbe­rei­tung gut zu bewäl­tigen sind – unabhängig davon, ob jemand Abitur hat oder nicht.

Unsere sehr geringe Durch­fall­quote zeigt, dass dieses Konzept funktio­niert.

Ein weiterer Vorteil ist unser Bewer­tungs­system. Einzelne schwä­chere Leistungen können durch bessere Ergeb­nisse ausge­gli­chen werden. Das gilt sowohl für Einsen­de­auf­gaben als auch für Abschluss­prü­fungen.

Außerdem verstehen wir uns als Lernbe­rater und nicht als klassi­sche Lehrer. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit für die persön­liche Betreuung, beant­worten Fragen telefo­nisch oder per E-Mail und geben ausführ­li­ches Feedback zu den einge­reichten Aufgaben.


Funktioniert das Lernen zu Hause wirklich?

Moderator:
Beim Fernstu­dium lernt man zu Hause und hat keinen Dozenten direkt vor sich. Kommt man damit wirklich gut zurecht?

Nicola Falk-Lübeck:
Davon sind wir überzeugt.

Ein wichtiger Baustein unseres Fernstu­diums sind die gedruckten Lernun­ter­lagen. Viele Menschen lernen auf Papier konzen­trierter als am Bildschirm. Außerdem können sie direkt Notizen machen, wichtige Stellen markieren und die Hefte aktiv bearbeiten.

Unser Ausbil­dungs­kon­zept besteht aus mehreren aufein­ander abgestimmten Lernbau­steinen.

Ein Beispiel sind unsere integrierten Kartei­karten. Nach jedem Kapitel können wichtige Begriffe ausge­schnitten, ergänzt und später zum Wieder­holen genutzt werden. So entsteht mit wenig Aufwand eine persön­liche Lernkartei, die sich hervor­ra­gend zum regel­mä­ßigen Wieder­holen eignet.


Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Moderator:
Viele absol­vieren das Fernstu­dium berufs­be­glei­tend. Wie viel Zeit sollte man dafür einplanen?

Nicola Falk-Lübeck:
Unsere Fernstu­di­en­gänge sind speziell für Berufs­tä­tige konzi­piert.

Selbst Teilnehmer mit Familie oder einer Vollzeit­be­schäf­ti­gung können das Fernstu­dium gut in ihren Alltag integrieren.

Nach unseren Erfah­rungen reichen durch­schnitt­lich etwa acht Stunden Lernzeit pro Woche aus – also ungefähr eine Stunde täglich.

Wer mehr Zeit benötigt, kann die Studi­en­dauer problemlos auf zwei Jahre verlän­gern. Zusätz­lich verlän­gern wir die Betreu­ungs­zeit automa­tisch und kosten­frei um drei Monate. Weitere Verlän­ge­rungen sind jeder­zeit möglich.


Was raten Sie Menschen, die einen Berufswechsel planen?

Moderator:
Ein Fernstu­dium ist häufig der erste Schritt in eine beruf­liche Neuori­en­tie­rung. Viele haben dabei auch Zweifel oder Unsicher­heiten. Welchen Rat geben Sie Ihren Teilneh­mern?

Nicola Falk-Lübeck:
Zunächst einmal geben Sie nichts auf. Sie kündigen Ihren bishe­rigen Beruf ja nicht sofort, sondern erwei­tern zunächst Ihr Wissen und eröffnen sich neue Möglich­keiten.

Ich stelle in diesem Zusam­men­hang gerne die Frage nach dem schlimmsten Fall: Was könnte tatsäch­lich passieren?

Noch wichtiger ist aber eine andere Frage: Warum möchten Sie sich verän­dern?

  • Macht Ihnen Ihr derzei­tiger Beruf Freude?
  • Gibt es einen lang gehegten Wunsch?
  • Welche Tätig­keit inter­es­siert Sie wirklich?
  • Was motiviert Sie?

Wer diese Fragen ehrlich beant­wortet, stellt häufig fest, dass der Wunsch nach Verän­de­rung größer ist als die anfäng­liche Unsicher­heit.


Weitere Informationen

Moderator:
Wo können sich unsere Zuschauer weiter infor­mieren?

Nicola Falk-Lübeck:
Auf unserer Homepage finden Sie ausführ­liche Infor­ma­tionen zu unseren Fernstu­di­en­gängen sowie einen Karriere-Check, der Sie bei Ihrer Entschei­dung unter­stützt.


Verabschiedung

Moderator:
Vielen Dank, Frau Falk-Lübeck, für das infor­ma­tive Gespräch.

Nicola Falk-Lübeck:
Sehr gerne. Vielen Dank und auf Wieder­sehen.

Ist das sinnvoll?

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worin liegt der Unterschied?

Viele Inter­es­senten verbinden den Begriff „Fernstu­dium“ automa­tisch mit einer Hochschule und einem akade­mi­schen Abschluss. Tatsäch­lich gibt es jedoch zwei unter­schied­liche Formen des Fernstu­diums.

Akade­mi­sche Fernstu­di­en­gänge führen zu einem Bachelor- oder Master­ab­schluss und setzen häufig das Abitur oder eine vergleich­bare Hochschul­zu­gangs­be­rech­ti­gung voraus.

Daneben gibt es nicht-akademische Fernstu­di­en­gänge, die auf eine beruf­liche Weiter­bil­dung oder Quali­fi­ka­tion vorbe­reiten. Hier stehen prakti­sche Kennt­nisse und die beruf­liche Anwen­dung im Vorder­grund. Für diese Form des Fernstu­diums ist das Abitur in der Regel keine Voraus­set­zung.

Die Weiter­bil­dung zur Touris­tik­fach­kraft gehört zu diesen nicht-akademischen Fernstu­di­en­gängen. Entschei­dend sind deshalb nicht Ihre Schul­noten, sondern Ihre Motiva­tion, Ihr Inter­esse am Tourismus und die Bereit­schaft, sich neues Fachwissen anzueignen.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Tourismus-Ausbildung?

Für eine Tätig­keit in der Touristik sind Inter­esse an Reisen, Service­ori­en­tie­rung und Zuver­läs­sig­keit häufig wichtiger als ein bestimmter Schul­ab­schluss. Viele Arbeit­geber achten heute stärker auf Motiva­tion, Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und den Umgang mit Kunden als auf perfekte Lebens­läufe.

Viele Teilnehmer kommen ursprüng­lich aus ganz unter­schied­li­chen Berei­chen, zum Beispiel aus dem Einzel­handel, dem Büro, der Hotel­lerie oder dem Kunden­ser­vice. Auch Menschen nach einer Famili­en­phase oder in beruf­li­cher Neuori­en­tie­rung inter­es­sieren sich häufig für die Touris­tik­branche.

Gerade diese unter­schied­li­chen Erfah­rungen können im späteren Berufs­alltag ein Vorteil sein, da der Kontakt mit Menschen und indivi­du­elle Beratung in vielen touris­ti­schen Berei­chen eine wichtige Rolle spielen.

Sind praktische Fähigkeiten wichtiger als Schulabschlüsse?

In der Touristik spielen prakti­sche Fähig­keiten oft eine größere Rolle als klassi­sche Bildungs­wege. Freund­lich­keit, Zuver­läs­sig­keit und ein profes­sio­neller Umgang mit Kunden sind in vielen Berei­chen entschei­dend.

Viele Arbeit­geber suchen Menschen, die service­ori­en­tiert arbeiten, flexibel reagieren können und Freude an Beratung und Organi­sa­tion haben. Inter­esse an Reisen, Ländern und touris­ti­schen Themen gehört dabei zu den wichtigsten Voraus­set­zungen für die Arbeit in der Touristik.

Gerade Menschen mit Berufs­er­fah­rung bringen häufig wertvolle Fähig­keiten mit, die sich auch in der Reise­branche gut einsetzen lassen.

Schaffe ich die Prüfungen auch ohne Abitur?

Diese Frage beschäf­tigt viele Inter­es­senten. Die Erfah­rung zeigt jedoch, dass auch Teilnehmer ohne Abitur ihre Weiter­bil­dung erfolg­reich abschließen können.

Nicht-akademische Fernstu­di­en­gänge sind so aufge­baut, dass keine spezi­ellen Vorkennt­nisse voraus­ge­setzt werden. Die Lernun­ter­lagen vermit­teln das notwen­dige Wissen Schritt für Schritt und enthalten zahlreiche Beispiele sowie praxis­nahe Erklä­rungen.

Auch die Prüfungen orien­tieren sich an den vermit­telten Lernin­halten. Sie sollen zeigen, dass Sie das erwor­bene Wissen anwenden können – nicht, dass Sie über einen bestimmten Schul­ab­schluss verfügen.

Mit Motiva­tion, regel­mä­ßigem Lernen und persön­li­cher Betreuung bestehen daher auch viele Querein­steiger ihre Weiter­bil­dung erfolg­reich.

Wie viel Zeit sollte man für das Fernstudium einplanen?

Ein großer Vorteil eines Fernstu­diums ist seine Flexi­bi­lität. Viele Teilnehmer absol­vieren ihre Weiter­bil­dung berufs­be­glei­tend und lernen neben Beruf, Familie oder anderen Verpflich­tungen.

Als Orien­tie­rung reichen häufig bereits etwa acht Stunden Lernzeit pro Woche aus. Da jeder Mensch unter­schied­lich lernt, kann das Lerntempo indivi­duell angepasst werden. Viele Fernlehr­gänge bieten zudem die Möglich­keit, die Studi­en­dauer bei Bedarf zu verlän­gern.

So lässt sich die Weiter­bil­dung gut in den Alltag integrieren – ganz ohne festen Stunden­plan oder Vorle­sungen.

Welche Chancen gibt es später?

Die Touris­tik­branche umfasst heute weit mehr als das klassi­sche Reise­büro und bietet vielfäl­tige beruf­liche Einsatz­mög­lich­keiten in unter­schied­li­chen touris­ti­schen Berei­chen. Je nach Inter­essen und Schwer­punkt arbeiten Absol­venten später zum Beispiel:

  • im Reise­büro
  • im touris­ti­schen Kunden­ser­vice
  • bei Reise­ver­an­stal­tern
  • im Bereich Kreuz­fahrten
  • im Online-Vertrieb
  • teilweise auch im Homeof­fice

Durch die zuneh­mende Digita­li­sie­rung entstehen außerdem neue Tätig­keits­be­reiche, zum Beispiel im Bereich Social Media, Content Manage­ment oder digitaler Kunden­be­treuung. Auch in diesen modernen Arbeits­be­rei­chen zählen Kreati­vität, Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und prakti­sche Erfah­rungen stärker als ein bestimmter Schul­ab­schluss.

Hilfreiche Sonderseiten zu häufig gestellte Fragen. Hier: Tourismus Ausbildung  ohne Abitur?

Orientierung für Ihren Einstieg

Kann man mit 40 noch in die Touristik wechseln?

Ein beruf­li­cher Neustart ist auch mit über 40 oft noch möglich. Viele Querein­steiger bringen wertvolle Erfah­rung mit. Mehr dazu lesen Sie hier: Querein­stieg in die Touristik mit 40.

Ist das Reisebüro trotz KI noch ein Zukunftsjob?

Moderne Reise­be­ra­tung verän­dert sich – persön­liche Betreuung bleibt für viele Reisende jedoch weiterhin wichtig. Warum das Reise­büro auch künftig Chancen bietet, erfahren Sie hier: Reise­büro trotz Zukunft KI.

Welche Homeoffice-Möglichkeiten gibt es im Tourismus?

Beson­ders im Kunden­ser­vice und in der digitalen Reise­be­ra­tung entstehen zuneh­mend flexible Arbeits­mo­delle. Mehr dazu lesen Sie hier: Homeof­fice Jobs im Tourismus.

→ Viele andere Fragen beantworten wir auch in unseren FAQ.  

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